Ein Weg nachhaltig weniger Alkohol zu trinken.

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Es gibt kein überzeugendes Argument mit dem Trinken anzufangen. Hier ist ein Weg, wie du nachhaltig weniger Alkohol trinken kannst.

Wörter: 950 | Geschätzte Lesezeit: 8min.

Gliederung

  • Alkohol stoppt die Fettverbrennung.
  • Starker Alkoholkonsum führt zu tödlichen Krankheiten.
  • Versteh die Habit Loop, um weniger Alkohol zu trinken.
  • Ein Weg nachhaltig weniger Alkohol zu trinken.

Alkohol stoppt die Fettverbrennung. 

Alkoholische Getränke haben Kalorien. Camille DePutter von Precision Nutrition stellt hier dar, wie schnell sich die extra Kalorien vom Alkohol aufsummieren – ohne dass wir uns darüber bewusst sind. 1g Alkohol hat 7 Kalorien (kcal). Für einige der beliebtesten alkoholischen Getränke ergeben sich folgende Kalorienangaben:

  • Ein Glas Rotwein (0,2l) hat 170kcal.
  • Eine Flasche Bier (0,33l) hat 150kcal.
  • Ein Gin Tonic (ca. 0,25l) hat 210kcal.
  • Und ein Pina Colada (ca. 0,33l) hat fast 500kcal.

Cocktails, Longdrinks, Bier und Wein können dazu führen, dass du übergewichtig wirst. Trinkst du an einem Abend 2 Bier und einen Gin Tonic, hast du soeben 510kcal zu dir genommen – und nicht einmal was gegessen. 510kcal sind so viel, wie als hättest du ein ganzes Frühstück aus einem Omelette (3 Eier), einer Scheibe Vollkornbrot und einem griechischen Joghurt (100g) gegessen.

Alkohol stoppt die Fettverbrennung. Sobald du trinkst, priorisiert dein Körper den Abbau des Ethanols. Anstelle an deine Fettreserven und Kohlenhydratspeicher zu gehen, um Energie zu gewinnen, nimmt dein Körper die Stoffwechselprodukte vom Alkohol.

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„Sobald du trinkst, priorisiert dein Körper den Abbau des Ethanols.“

Starker Alkoholkonsum führt zu tödlichen Krankheiten. 

Alkohol erhöht das Risiko für fatale Krankheiten. Ryan Andrews von Precision Nutrition hat hier  untersucht, dass Menschen mit einem starken Alkoholkonsum (über 7-14 Drinks pro Woche, je nach Geschlecht):

  • Eher eine Insulinresistenz (Vorstufe von Diabetes) aufbauen und häufiger an Diabetes Typ 2 erkranken.
  • Hormonstörungen – wie Testosteronmangel, Libidostörungen und sogar Unfruchtbarkeit – entwickeln (bei Männern).
  • Ein höheres Risiko haben an chronischen Leberkrankheiten – wie Fettleber, Leberzirrhose und Leberkrebs – zu leiden.

Starker Alkoholkonsum führt zu tödlichen Krankheiten. Er führt jedoch nicht nur langfristig zu gesundheitlichen Problemen. Kurzfristig beeinflusst Alkohol auch massiv unser Essverhalten. Unter anderem kann es passieren, dass:

  • Alkohol dich hungrig macht und du mehr als gewöhnlich isst.
  • Oder er deinen Hunger unterdrückt und du zu wenig isst (Alkohol führt außerdem zu einer schlechteren Nährstoffaufnahme, sodass es zu Mangelerscheinungen kommen kann).
  • Du häufiger fast food isst.
  • Du auch am Tag, nachdem du Alkohol getrunken hast, ungesünderes Essen isst.

Es kann also nicht nur der stärkere Alkoholkonsum allein zu Diabetes und Leberkrankheiten führen. Durch die negativen Konsequenzen auf dein Essverhalten entstehen weitere gesundheitliche Probleme.

 

„Menschen mit einem starken Alkoholkonsum entwickeln Hormonstörungen – wie Testosteronmangel, Libidostörungen und sogar Unfruchtbarkeit.

Versteh die Habit Loop, um weniger Alkohol zu trinken.  

Charles Duhigg – Autor vom Bestseller „The Power of Habit“ – hat die Gewohnheiten von Menschen untersucht. Daraufhin hat er die „Habit Loop“ definiert:   

  • Die Habit Loop beschreibt einen Kreislauf, wie Gewohnheiten funktionieren.
  • Jede Gewohnheit – wie z.B. das Feierabendbier nach der Arbeit zu trinken – wird durch einen „Cue“ ausgelöst. Der Cue ist der Auslöser oder Trigger einer Gewohnheit.
  • Gewohnheiten werden ausgelöst durch: Eine bestimmte Uhrzeit, einen Ort, eine vorangegangene Situation (ein „event“), einen emotionalen Zustand oder durch eine andere Person.

Der zweite Teil jeder Gewohnheit ist die Routine. Die Routine ist die Antwort auf den Cue. Sie ist z.B. das Trinken nach einem stressigen Tag auf der Arbeit.

Der dritte und letzte Teil der Habit Loop ist die Belohnung. Jede Routine stillt ein Verlangen – so Charles Duhigg. Beim Alkohol kann die Belohnung wie folgt sein:

  • Ablenkung,
  • Entspannung,
  • Genuss,
  • mehr Selbstbewusstsein,
  • weniger Hemmungen,
  • das Gefühl von Gemeinschaft unter Freunden und Kollegen oder
  • dem Unterdrücken von negativen Emotionen.

Diese Habit Loop zu verstehen, hilft uns dabei weniger Alkohol zu trinken. Hier ist ein Weg, um nachhaltig weniger Alkohol zu trinken.

 

„Jede Gewohnheit – wie z.B. das Feierabendbier nach der Arbeit zu trinken – wird durch einen ‚Cue‘ ausgelöst.“

Ein Weg nachhaltig weniger Alkohol zu trinken. 

Es gibt kein überzeugendes Argument mit dem Trinken anzufangen. Ein moderater Alkoholkonsum ist allerdings nicht zwingend schädlich. Wenn du dennoch weniger Alkohol trinken möchtest, dann ist hier ein Weg, um weniger Alkohol zu trinken:

1. Suche nach den Cues: Wenn du dir über die Cues bewusstwirst – so Charles Duhigg – dann wird es dir leichter fallen eine Gewohnheit – wie das Trinken – zu ändern.

2. Finde eine Alternative: Deine Alternative, um weniger Alkohol zu trinken soll, laut Charles Duhigg, auf denselben Cue reagieren, wie das Trinken. Gesündere Alternativen zu dieser Routine können sein: Ein alkoholfreies Bier trinken, eine Tasse Tee kochen, mit einem Freund telefonieren, ein Buch lesen, Spazierengehen oder Sport machen. Beachte jedoch: Der Auslöser oder Trigger soll derselbe sein, wie auch beim Trinken.

3. Belohne dich: Wenn du nun nach gesünderen Alternativen suchst, dann sollten sie nicht nur auf denselben Cue reagieren, sondern dir auch dieselbe Belohnung geben. Das bedeutet, dass du herausfinden solltest, welche Belohnung bzw. welches Verlangen dein Körper mit dem Alkohol trinken stillen will. Ein Beispiel: Angenommen du hast herausgefunden, dass du besser mit dem Stress von der Arbeit zurechtkommst, wenn du abends ein Bier getrunken hast. Deine gesündere Alternative sollte dir nun genau dieselbe Belohnung geben.

Das ist ein Weg, um nachhaltig weniger Alkohol zu trinken. Hier findest du mehr von Charles Duhiggs Untersuchungen, um Gewohnheiten zu ändern.

 

„Deine Alternative, um weniger Alkohol zu trinken soll, laut Charles Duhigg, auf denselben Cue reagieren, wie das Trinken.“

Danke für deine Zeit und fürs Lesen. 

Das ist ein Weg nachhaltig weniger Alkohol zu trinken. Probiere gerne eine gesündere Alternative aus, die auf denselben Cue reagiert und dir eine ähnliche Belohnung gibt. Viel Erfolg!

Wenn du mehr lesen möchtest, dann findest du hier eine Anleitung, wie du Nährwerttabellen und Zutatenlisten lesen lernst, um dich gesünder zu ernähren.

Hier ist der ganze Artikel: https://johnfranciskennedy.de/naehrwerttabellen-und-zutatenlisten/

Schreibe mir gerne eine Nachricht und hinterlasse mir dein Feedback. Ich freue mich darauf.

Beste Grüße,

John

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„Es gibt kein überzeugendes Argument mit dem Alkohol trinken anzufangen. Wenn du nicht trinkst, dann wird empfohlen, dass du gar nicht erst anfangen sollst.

– John-Francis Kennedy