Wieso meditierst du 90 Minuten am Tag?

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Was hilft dir wirklich dabei glücklicher, selbstbewusster und stressfreier zu leben? Meditation hat mein Leben verändert und kann dir sogar beim Abnehmen helfen. Lies weiter, um herauszufinden, wie du Meditation in deinen Alltag einbauen kannst.

Wörter: 1.000 | Geschätzte Lesezeit: 5min.

Gliederung

  1. Meine 30-Tage-Meditations Challenge
  2. 10 Gründe, warum jeder meditieren sollte
  3. Entwickle deine persönliche Meditations-Routine

1. Meine 30-Tage-Meditations Challenge

Wer hätte gedacht, dass ich nach dem MMA-Training das erste Mal mit Meditation konfrontiert werde. In der Umkleide einer Kampfsportschule – nur Minuten nachdem wir versucht haben uns gegenseitig auf den Boden zu schmeißen und abzuwürgen – hat mir ein guter Freund aus Indien den Sinn vom Meditieren erklärt: „Du konzentrierst dich einfach nur auf das ‚Jetzt‘ – auf die Gegenwart.“ „Du versuchst dir keine Sorgen über die Zukunft zu machen oder nichts aus deiner Vergangenheit zu bereuen“, fügte er hinzu. „Heute habe ich 90 Minuten meditiert und war nur für wenige Minuten im Jetzt.“ Ich schaute ihn verwirrt an und wusste immer noch nicht so recht was er mit dem „Jetzt“ meinte.

 

„Beim Meditieren konzentrierst du dich auf die Gegenwart. Nicht darauf, was du aus deiner Vergangenheit bereust und auch nicht, worüber du dir in deiner Zukunft Sorgen machst.“

 

„Wieso meditierst du 90 Minuten am Tag?“, dachte ich mir ohne es laut auszusprechen. Es schien mir eine sinnlose Zeitverschwendung zu sein. „Hat er nichts Wichtigeres zu tun?“, fragte ich mich. Schließlich hat er eine Familie, einen Vollzeit-Job und trainiert nebenbei Brazilian Jiu-Jitsu und MMA.

„Ich glaube du solltest es mal ausprobieren“, fügte er hinzu, während er auf sein Handy zeigte. „Das ist die App, die ich benutze. Ich stelle mir einen Timer. In regelmäßigen Abständen kommt ein Gong, um mich daran zu erinnern zurück in die Gegenwart zu kommen.“ Sich weniger Sorgen und Vorwürfe zu machen klang vielversprechend. Doch ist Meditieren wirklich notwendig?

 

„Mein Freund zeigte mir ‚Insight Timer‘, eine kostenlose Meditations-App, die ich heute immer noch täglich benutze, um zu meditieren.“

 

„Was macht man denn bei einer Meditation?“, fragte ich völlig unbeholfen. Mein Freund lachte. „Vielleicht startest du besser mit einer geführten Meditation. Da wird dir alles Wichtige erklärt“.

Ich begann ab und an zu meditieren. Es tat mir gut. Allerdings konnte ich es nie wirklich zu einer Gewohnheit machen. Ich hatte Phasen, in denen ich viel meditierte und Phasen, in denen ich gar nicht an meiner Achtsamkeit gearbeitet habe.

Am 01.01.2019 begann ich dann mit meiner 30-Day-Meditation-Challenge. Ich habe mir als Ziel gesetzt, jeden Tag und 30 Tage lang zu meditieren. Mittlerweile meditiere ich ununterbrochen seit 226 Tagen.

Meditieren kannst du überall und zu jeder Zeit: Ob Zuhause auf der Couch, im Bus zur Arbeit oder draußen auf einer Parkbank.

2. 10 Gründe, warum jeder meditieren sollte

Eine regelmäßige Meditation kann auch deine Lebensqualität verbessern. Bei mir persönlich habe ich in diesen 226 Tagen folgende Effekte bemerkt:

  1. Ich kann mich besser konzentrieren.
  2. Ich gehe besser mit Stress um.
  3. Ich bin geduldiger im Umgang mit meinen Familien, Freunden, Bekannten und Kollegen.
  4. Ich kann aufmerksamer zuhören.
  5. Ich habe ein besseres Gedächtnis.
  6. Ich lerne schneller.
  7. Ich bin kreativer.
  8. Ich bin selbstbewusster.
  9. Ich bin besser beim Sport.
  10. Ich genieße mein Essen mehr.

Alle diese Effekte lassen sich logisch erklären. Wenn du dich jeden Tag in deiner Meditation auf das Jetzt fokussierst, trainierst du dein Gedächtnis und deine Aufmerksamkeit. Weil du achtsamer wirst, kannst du die Gefühle und Impulse von anderen Menschen besser nachvollziehen. Zudem entwickelst du ein Selbstvertrauen, dass von Innen kommt.

Und meditieren hilft beim Abnehmen. Eine Meditation senkt Stresshormone. Chronisch erhöhte Stresshormone, wie Cortisol, führen zur Gewichtszunahme.

 

„Chronisch erhöhte Stresshormone führen zur Gewichtszunahme.“

 

Meditieren hilft dir dabei langsamer und achtsamer zu essen. Langsam und achtsam zu essen sind zwei wichtige Fähigkeiten, die dir dabei helfen Heißhungerattacken und emotionales Essen zu kontrollieren. Meditation bringt dir bei, deine Gefühle von Hunger und von Essen zu trennen.

 

„Langsam und achtsam zu essen sind zwei wichtige Fähigkeiten, die dir dabei helfen Heißhungerattacken und emotionales Essen zu kontrollieren.“

 

3. Entwickle deine persönliche Meditations-Routine

Das wichtigste beim Meditieren ist meiner Meinung nach die Kontinuität. Hier sind meine 5 Grundsätze, die dir dabei helfen deine persönliche Meditations-Routine zu entwickeln:

 

1. Benutze eine App, wie „Insight Timer“ oder „Headspace“: Beide Apps sind fantastisch, wenn du ganz neu beim Meditieren bist. Headspace ist mein Favorit, weil du ganze Beginner-Kurse machen kannst, die dir das Meditieren beibringen. Insight Timer ist gut, um ungeführte Meditationen zu machen.

2. Meditiere regelmäßig: Jeden Tag zu meditieren funktioniert gut für mich. Du kannst auch mehrmals am Tag oder lediglich ein paar Mal die Woche meditieren. Hauptsache du findest eine Regelmäßigkeit, die in deinen Lebensstil passt.

3. Meditiere zur selben Zeit: Mir hat es extrem geholfen immer zur selben Tageszeit zu meditieren. Dadurch wurde es viel einfacher zu einer Gewohnheit. Ich persönlich meditiere gerne morgens nach dem Aufstehen, da ich weiß, dass ich zu dieser Zeit ungestört bin. Zudem kann ich mir in meiner Morgen Meditation eine Intention für den Tag setzen.

4. Mache es dir bequem: Du kannst dich aufrecht hinsetzen oder hinlegen. Die Beine im Lotus-Sitz kreuzen oder die Füße auf dem Boden haben. Meiner Meinung nach macht es keinen großen Unterschied, solange es für dich angenehm ist. Vergewissere dich vor der Meditation, dass du ungestört bist und du genug Zeit hast.

5. Such dir eine Technik aus: Meine Morgen Meditation dauert aktuell nicht länger als 15 Minuten. Ich komme an – mache einen Body-Scan – frage mich, wie ich mich heute fühle – setze mir eine Intention für den Tag und schließe mit einer Atemübung ab.

 

„Das wichtigste beim Meditieren ist die Kontinuität.“

Das war’s für heute und danke dir für deine Zeit. Schreibe mir gerne eine Nachricht und hinterlasse mir dein Feedback.

Beste Grüße,

John

 

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„Beim Meditieren konzentrierst du dich auf die Gegenwart. Nicht darauf, was du aus deiner Vergangenheit bereust und auch nicht worüber du dir in Zukunft Sorgen machst.“

– John-Francis Kennedy