Vergiss die Waage und konzentriere dich auf den Prozess

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Was kannst du eher beeinflussen: Ob du 5kg abnimmst oder ob du heute mehr Gemüse und etwas Eiweißreiches isst? Mit Sicherheit letzteres. Doch warum konzentrieren sich dann so viele auf die Zahl auf der Waage und weniger darauf was sie tagtäglich dafür tun sollten? Ich sag: Vergiss die Waage und konzentriere dich auf dein tägliches Tun – den Prozess.

Wörter: 750 | Geschätzte Lesezeit: 5 min

Gliederung

  1. Process over outcome
  2. Reduziere dein Ziel
  3. Viel Gelaber, kurze Zusammenfassung

1. Process over outcome

Autor und Experte von Gewohnheiten James Clear unterscheidet zwei verschiedene Arten von Zielen: „Outcome goals“ und „process goals“. Er sagt, dass sich die meisten Menschen lediglich auf outcome goals konzentrieren. Outcome goals sind Ziele, die mit einem Endergebnis verbunden sind. Das sind Ziele wie „ich möchte 5kg abnehmen“ oder „ich will ein Sixpack haben“. Ein outcome ist ein Ergebnis, wie dein Wunschgewicht auf der Waage oder wie du gerne im Spiegel aussehen möchtest.

Process goals hingegen beschreiben den Prozess oder Fortschritt. Das ist der Weg zu deinem Ziel. Dabei konzentrierst du dich auf dein tagtägliches Tun, das dich an dein Ziel – dein outcome – bringt. Process goals sind klare Routinen, wie „heute esse ich eine Portion Gemüse zum Abendessen“ oder „diese Woche trinke ich jeden Tag 2-3l Wasser“.

Das Problem mit outcome goals ist, dass wir sie nicht zu 100% kontrollieren können. Über process goals allerdings hast du die volle Kontrolle. Wer weiß schon, ob du wirklich 5kg auf der Waage abnimmst. Es gibt viele Gründe – außerhalb deiner Kontrolle – die dich daran hindern können kein Gewicht auf der Waage zu verlieren. Nimm dir den Druck und setze dir process goals. Den Prozess kannst du zu 100% kontrollieren. Das Ergebnis nicht.

 

„Den Prozess kannst du zu 100% kontrollieren. Das Ergebnis nicht.“

Wenn du dein Fitness Ziel erreichen willst, dann ist der Prozess wichtiger als das Ergebnis. Process over outcome. Ergebnisse lassen sich in der Fitness Welt nur schwer beeinflussen. Körperfettmessungen sind ungenau, die Waage zeigt je nach Tagesform mehr oder weniger an und selbst Fotos können täuschen. Über den Prozess hast du volle Kontrolle. Du bist verantwortlich dafür, was du heute isst und ob du heute trainieren gehst.

Die Waage zeigt dir nicht an, ob du wirklich Körperfett verlierst. Möglicherweise verlierst du Muskeln, Glykogen, Wasser oder lediglich Magen- und Darminhalt.

2. Reduziere dein Ziel

Jetzt habe ich dich erwischt. Du hast lediglich ein outcome goal und machst dir Sorgen, dass du dein Wunschgewicht auf der Waage nicht erreichen kannst. Aber kein Problem. Dir ist leicht geholfen.

Der erste Schritt ist, dein großes outcome goal in kleine Zwischenstationen aufzuteilen. Angenommen du möchtest wirklich „5kg abnehmen“. Möglicherweise fallen dir kleine Zwischen-Ziele ein wie „mehr Sport machen“ oder „weniger fast food essen“. Das sind alles sehr gute Ideen.

Jetzt brauchst du deine Zwischen-Ziele nur mehr in einfache Gewohnheiten umformulieren, die du jeden Tag machen kannst. Anstatt „mehr Sport zu machen“, kann dein process goal lauten: „Diese Woche gehe ich 3x ins Fitnessstudio.“ Anstelle „weniger fast food essen“, kannst du sagen, dass du heute dein Abendessen selber zubereitest. Das sind zwei simple process goals, die dich jeden Tag und jede Woche näher an dein outcome bringen.

Du hast immer noch dein großes outcome goal. Doch zusätzlich hast du jetzt auch noch zwei process goals, die viel leichter zu erreichen sind. Buchautoren lieben solche process goals. Sie nennen es die „chain-method“. Denn das outcome goal „ein Buch zu schreiben“ ist wahnsinnig groß und angsteinflößend. Stattdessen setzen sich erfolgreiche Autoren jeden Tag das Ziel eine bestimmte Anzahl an Wörtern zu schreiben. Wenn sie ihr process goal erreicht haben, haken sie es in ihrem Kalender ab. So kommt dann eine „Kette“ von Häkchen zusammen.

 

3. Viel Gelaber, kurze Zusammenfassung

Ich habe wieder mehr erklärt als notwendig – sorry! Was ich eigentlich sagen möchte ist folgendes: Setze dir process goals und nicht nur ein outcome goal. Process goals helfen dir dabei ein großes Ziel in kleine Stücke aufzuteilen und erreichbarer zu machen. Am Ende hast du dann ein paar Gewohnheiten, die du täglich abhaken kannst. Das macht dir das Leben deutlich leichter und hält dich verbindlich. Process goals schlagen die Brücke von „Ok, dieses Jahr will ich x kg abnehmen“ zu „Scheiße ich weiß ja gar nicht was ich dafür machen soll“.

 

„Process goals helfen dir dabei ein großes Ziel in kleine Stücke aufzuteilen und erreichbarer zu machen.“

Das war’s für heute. Im nächsten Beitrag schließe ich das große Kapitel „richtig Ziele setzen“ ab. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar mit deinem Feedback.

Beste Grüße,

John

 

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„Den Prozess kannst du zu 100% kontrollieren. Das Ergebnis nicht.“

– John-Francis Kennedy